VLN muss Racing mit Herzblut sein

Hallo zusammen,

zunächst ein frohes Neues Jahr!

Ich muss zugeben, in den letzten Monaten habe ich fast nichts Nennenswertes zu vermelden gehabt – Winterpause halt!

Und ich bin auch froh darüber, viele meinen, sie müssen auch im Winter ständig mit News und tollen Storys die Leute unterhalten – ich sehe das anders, so eine schöne Pause macht mich ganz „kribbelig“ – und wenn es dann wieder wärmer und später dunkel wird, dann fängt auch für mich die neue Saison wieder ganz langsam an!

Da wo ich wohne, Kelberg in der Eifel,  nur acht Minuten vom Nürburgring entfernt, ist das mit dem wärmer werdenden Klima so eine Sache.  Hier ist es noch oft bis Mitte Mai sehr kühl und kalt, Frost nicht ausgeschlossen. In manchen Räumlichkeiten wird es hier am Ring aber jetzt schon ganz heiß!

Keinen Keil zwischen Profis und Breitensportlern

Eine deutliche Erwärmung des Gemütszustands registriert man bei vielen Breitensportlern und Teamchefs innerhalb der VLN, RCN und dem 24-Stunden-Rennen! Zumindest bemerken und registrieren es diejenigen, die mit Weitblick, Erfahrung und klarem Menschenverstand objektiv dabei sind, gut beobachten und entsprechende Schlüsse daraus ziehen, was hier gerade passiert und viele Motorsportler zum Nachdenken und Handeln anregt.

Es gibt für den Unmut verschiedene Gründe, ich gehe jetzt nicht ins Detail auf die Problematik ein, es wird in den sozialen Netzwerken eh schon hinreichend diskutiert.  Aber eines ist klar: Durch einige der jetzigen Maßnahmen und Geschehnisse, treibt man einen fetten Keil in den Breitensport – Probleme werden so, meiner Meinung nach nicht gelöst.

Ich bin im Übrigen von dem Problem auch betroffen – alleine aus meinem direkten Umfeld gibt es 6 Leute, die keine Lust mehr haben VLN zu fahren. Für die komplette VLN Saison habe ich noch kein Cockpit!

Ihr lieben Leute, die VLN darf keinesfalls zu einer Profirennserie mit endlosen Auflagen, Bedingungen und Kostensteigerungen werden – hier muss eine bessere Balance her, die Aktive nicht frustriert das Weite suchen lässt!

Das Flair der VLN war immer der Mix aus Profi- und gutem Amateursport – ich genieße es zusammen mit den kleinen Teams in einer Box eine Bratwurst zu essen und zu quatschen. Die Jungs betreiben Racing mit Liebe und Herzblut!

Jetzt werden auch so langsam die Folgen einer Privatisierung des Nürburgrings transparent! Nicht umsonst habe ich zusammen mit Sabine Schmitz gekämpft, mit Engelszungen darauf hingewiesen was auf uns zukommt und alle aufgefordert für einen Nürburgring in öffentlicher Hand zu kämpfen! Na ja…

Mit Bentley auf die Nordschleife

Es gibt aber auch Positives zu berichten: Zum Glück ist es mir gelungen für das 24-Stunden-Rennen in ein ganz tolles Projekt involviert zu sein – ich werde für Bentley und das Team HTP auf der Nordschleife ins Lenkrad greifen!

Details kann ich noch gar nicht verkünden, ich werde hier in den nächsten Tagen sicherlich mehr erfahren. Zu den Vorbereitungen gehören natürlich die VLN- und das ADAC Sechs-Stunden-Rennen – der Bentley ist ein imposantes Autos – den übersieht und überhört sicherlich kein Zuschauer!

Das Auto ist von der Entwicklung ja noch ziemlich neu, die Nordschleife ist die härteste Rennstrecke der Welt – für Material und Fahrer ein perfektes Terrain um ein Auto zu entwickeln und zu verbessern! Gleichzeitig sind Motorsport und Nordschleife für die Marke ein riesen Imagegewinn!

Ich bin echt stolz darauf in so ein Projekt involviert zu sein – aber der liebe Gott hat es mit mir dahingehend schon oft gut gemeint. Ich habe sehr viele schöne Erinnerungen an all meine 24-Stunden-Rennen.

Ich durfte und konnte dort immer mit tollen Teams und Menschen arbeiten – vor knapp 40 Jahren bin ich dort als kleiner Bub gesessen und wollte immer genau bei diesem Rennen mitfahren – der Traum wurde real – 2015 ist mein 21. Start beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring!

Erwartungen? Na ja, wenn man 2014 nur knapp am Sieg vorbeigeschrammt ist, dann will man in 2015 gewinnen! Aber ich bin Realist, dieses Rennen ist so speziell, so viele starke Autos, Teams und Fahrer sind am Start, da gibt es keine Prognosen! Ich möchte einfach mit meinem Team eine starke Einheit bilden, sauber arbeiten und guten Sport abliefern, so wie in 20 Jahren zuvor auch – der Rest wird sich zeigen! Genug geschrieben, Infos werden folgen!

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